unsere aktuellen Termine
Jahresausflug der Frauenhilfe
Der diesjährige Jahresausflug führt uns am
2. Juni in die Schwalm, nach Willinghausen und Holzburg.
Abfahrt ist um 9 Uhr an der Bushaltestelle Bürgerhaus, gegen 21 Uhr werden wir wieder in
Rodenbach eintreffen. Der Fahrpreis beträgt 25 Euro und beinhaltet Fahrtkosten, Führung und
Kaffeegedeck. Bitte melden Sie sich bei Ihrer Bezirksfrau an, von ihr bekommen Sie auch die
Fahrkarte.
Café Sahnehäubchen
Von Juni bis August macht das
Café Sahnehäubchen Sommerpause. Das nächste Café ist wieder am Sonntag, 5. September. Wer gerne selbst gebackene Torten und Kuchen genießen möchte, kann
dann ab 15 Uhr ins
Evangelische Gemeindezentrum kommen. Die Frauenhilfe freut sich auf Ihren Besuch!
Angebote im Überblick
Die Angebote der Frauenhilfe finden im
Evangelischen Gemeindezentrum Buchbergstraße (Zugang über Rathausweg oder
Kastanienstraße) statt
Rückblick
Jahresausflug der Frauenhilfe 2009
Treffen mit dem Lauterbacher Strolch
Am 24. Juni starteten bei schönstem Sommerwetter die
Frauen der Frauenhilfe - einige mit ihren Ehemännern - zum Ausflug in den Vogelsberg.
Lauterbach war unser Ziel. Lauterbach ist Kreisstadt und ein staatlich anerkannter
Luftkurort im Vogelsberg. Wem fällt nicht gleich das Lied ein:
„In Lauterbach hab’ ich mein’ Strumpf verlor’n“, wenn man vom Vogelsberg und von
Lauterbach spricht.
Wir trafen trotz hohem Verkehrsaufkommen und einem
kleinen Stau pünktlich um 10.30 Uhr an der verabredeten Stelle, der
Riedesel Burg, auf die Stadtführerin. Sie erzählte uns zu dem Lied die folgende kleine
Geschichte - sogar gleich in zwei Varianten: Lauterbach war ein Zentrum der
Strumpfstrickerei. Ein Wandergeselle kam zu der Witwe eines verstorbenen Strumpfstrickers.
Sie konnte natürlich Hilfe gut gebrauchen. Der junge Mann verliebte sich in die Witwe und
blieb über den Winter bei ihr. Im Frühjahr zog es ihn jedoch wieder in die weite Welt. Er
machte sich wieder auf die Walz und ließ ihr einen Strumpf zurück, als Zeichen, dass er
wiederkommen werde.
Die andere Version lautete: Die Witwe sei über die
Trennung so erbost gewesen, dass sie ihn mit all seinen Sachen aus dem Haus jagte. Am Ende
blieb nur ein Strumpf in Lauterbach zurück. Die Stadtführerin berichtete weiter über die
Geschichte und die Entwicklung der Stadt, die maßgeblich von der Familie von Riedesel schon
vom 13. Jahrhundert an bis heute beeinflusst wird. Die Stadtgründungsurkunde von 1266
erwähnt einen Befestigungsturm, der in der Riedesel Burg liegt.

Eine Station beim Rundgang durch die Stadt war das
Stadtpalais Hohhaus, das einstige
repräsentative Stadthaus der Familie von Riedesel, jetzt Museum mit einer vielfältigen
Sammlung. Unser Weg führte durch den historischen Stadtkern in die
Evangelische Stadtkirche. Die Kirche gilt als eine Perle des Hochbarocks und als ein
Musterbeispiel des evangelischen Kirchenbaus.
Im Kirchenführer ist zu lesen: „Wer in das Innere der
1768 eingeweihten Kirche tritt, ist überrascht vom heiteren Rokoko der weiten und hohen
Halle. Zarte Pastellfarben, weiß mit rosa, hellblau und gelb in allen Nuancen und die
schönen Stuckaturen, die besonders an der Decke sprühend lebendig sind, bieten einen reichen
Kontrast zu dem barocken Äußeren, dem wuchtig und breit wirkenden kubischen Bauwerk mit
seinem riesigen Mansardendach.“
Weiter ging es am Rathaus vorbei zum
Ankerturm in die Fachwerkstraße. Am Graben, dann zur Lauter mit ihren
Schrittsteinen. Hier wurde in längst vergangener Zeit die Wäsche im Flüsschen gewaschen.
Eine alte Stadtrechnung verzeichnet Ausgaben für neue
Schrittsteine im Jahr 1596. Man nimmt jedoch an, dass die ersten Schrittsteine schon aus dem
12. Jahrhundert stammen. Hier stießen wir auch auf das Wahrzeichen der Stadt, den
Lauterbacher Strolch, der ja bekanntlich seinen Strumpf verloren hat.
Einige Mutige überquerten die Lauter über die
Schrittsteine, wir trafen uns dann wieder am Ankerturm, gingen an der alten Schule vorbei
zum
Goldenen Esel. Ein 1530 erbautes 56 Meter lange Fachwerkhaus, das als Gastwirtschaft
diente, war später Sitz des Cent-Gerichts, wurde ab 1821 als Posthalterei und Umspannstation
für die Postkutschen genutzt. Heute ist in dem aufwendig restaurierten Haus die
Stadtbücherei, die Musikschule und die Hohhaus-Bibliothek untergebracht. Zum Abschluss der
Stadtführung kamen wir wieder bei der Riedesel Burg an.
Unser Bus wartete schon auf uns, um weiter mit uns nach
Lauterbach-Maar zu fahren, wo wir zum gemeinsamen Mittagessen im Jägerhof angemeldet waren.
Wir stärkten uns mit vorzüglichen Speisen, einige Mutige mit der oberhessischen Spezialität
„Beutelsches mit Gulasch“, was allgemein gelobt wurde. Dann war Zeit für einen kleinen
Rundgang durch den Ort. Um 15.30 Uhr versammelten wir uns zu einer Andacht in der
Evangelischen Michaelskirche von Lauterbach-Maar.
Die
Gemeindepfarrerin Luise Berroth, die erst seit zwei Wochen ihre neue Stelle in
Lauterbach-Maar angetreten hatte, begrüßte uns ganz herzlich. Sie hatte zur Verstärkung den
langjährigen Küster, Herrn Engel mitgebracht. Er erzählte uns einige Begebenheiten aus
seiner 40jährigen Arbeit als Küster. Frau Pfarrerin Berroth wählte als Thema zur Andacht ein
Gedicht von Hilde Domin:
„Ziehende Landschaften“.
Nachdem wir uns in der Kirche noch umgeschaut hatten und
jede von uns eine Ansichtskarte des Innenraumes der Kirche erhalten hatte, verabschiedeten
wir uns um wieder unseren Bus zu besteigen. Er brachte uns zur Abendrast in den „Hühnerhof“
in Gettenbach. Die Strecke Gettenbach – Rodenbach war nur noch ein „Katzensprung“, so dass
wir gegen 21.00 Uhr wieder Rodenbacher Boden betraten. Mit vielen Eindrücken kehrten wir
nach Hause zurück.
Ute Philipp